Zum Hauptinhalt springen

Kursteilnehmer und Klienten schreiben...

| Prof. Dr. Knut Eming

Feldenkrais und Platon

Platon war, wie Feldenkrais auch, ein Ringer, vergleichbar mit dem japanischen Judo. Feldenkrais war ein Judoka (1. Dan). Der Name Platon ist nur ein Spitzname, eigentlich hieß er nach seinem Großvater Aritokles. Platons Ringmeister Ariston nannte ihn Platon (=breitschultrig) wegen seiner gedrungenen Gestalt. Der Name Platon hat sich gehalten, weil er mehrmals bei den Isthmischen Spielen als Ringer aufgetreten ist. Wie im Judo, so ist auch im Ringen das Werfen aus der Eigenbewegung Ziel des Kampfes. Es geht um die Einheit von Geist und Körper in der Bewegung.

Der Philosoph Platon war Musterschüler des Sokrates. Er entwickelte eine eigene Bewegungslehre, auf die er in seinen Dialogen zu sprechen kommt. Wichtig ist, dass sowohl der Geist wie auch der Körper durch Bewegung sich verändert. Beim Geist wie Körper drückt sich die Bewegung als Lernen aus. Die wichtigste ist die Selbstbewegung. Das gilt auch für die Natur, denn Bewegung ist Leben. Die Natur hat den Anfang der Bewegung in sich selbst. Die sanfte und langsame Bewegung ist der Natur des Geistes wie des Körpers zuträglich. Die Sanftmütigkeit und Friedfertigkeit des Geistes entsteht aus der Seele selbst wie auch aus der Einheit von Körper und Seele.